By Judith Hilgers

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Ernahrungsalltag im Wandel: Chancen fur Nachhaltigkeit

Used to be und wie Menschen essen, wirkt sich weitreichend aus. "Nachhaltige" Ernährung will unsere Essgewohnheiten an Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsverträglichkeit und kultureller Akzeptanz ausrichten. Die Autor/innen erforschten in einer qualitativen soziologischen Studie Ernährungspraktiken in Österreich.

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In einer Studie aus Norwegen (Auestad/Roland 2005, zit. nach Hargrave/Livingstone 2006) zeigt sich Folgendes: 5 Prozent der Befragten (14-15 Jahre alt) sind in der Dusche oder Umkleidekabine fotografiert worden. Jungs werden dabei geringfügig häufiger fotografiert (5,5 Prozent gegenüber 5 Prozent), bei Mädchen gelangen diese Fotos aber deutlich häufiger ins Internet (26,5 Prozent gegenüber 6,5 Prozent). 11 Prozent der Befragten haben selbst einmal eine Bullying message verschickt. 27 Prozent haben zudem Angst, fotografiert zu werden.

Das Portal gibt den Mädchen die Möglichkeit zur „Selbstkonstruktion“, ermöglicht Orientierung und fungiert letztlich „als Anerkennungskontext“. Sie fühlen sich zugehörig. Neben dieser Möglichkeit einer virtuellen Zugehörigkeit erscheint es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Aneignung von Medieninhalten wie auch die technische Aneignung der Geräte häufig nicht alleine, sondern in einem sozialen Kontext, sprich im Gespräch mit der Familie, mit anderen Erwachsenen, aber auch mit Freunden in der Clique geschieht.

Internationale Befunde Auch auf internationaler Ebene liegen keine systematischen Befunde zur Verbreitung von ‚Happy slapping’-Handlungen vor. Etwas besser ist die Forschungslage hinsichtlich Cyberbullying, ohne dass jedoch differenzierende Aussagen zu einzelnen Cyberbullying-Formen möglich sind. 32 2 Forschungsstand und empirische Befunde zum Thema ‚Happy slapping’ Die bereits zitierte Forschungsgruppe um Peter K. Smith an der Goldsmith University London kommt in ihrer Untersuchung zum Thema Cyberbullying zu folgenden Befunden: Zwischen einem Fünftel und einem Viertel der Befragten ist in den letzten Monaten Opfer von verschiedenen Formen von Cyberbullying geworden, wobei Anrufe, SMS und E-Mails die häufigsten Formen waren.

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