By G. Hörster (auth.), Professor Dr. R. Rahmanzadeh, Professor Dr. H.-G. Breyer (eds.)

Infektionen des Knochens bei liegendem metallischem Implantat stellen keine Seltenheit in der Unfallchirurgie und Orthopädie dar. Die Therapie solcher Infektionen erfordert neben dem Wissen um die Dynamik der Infektion Erfahrung in der Infektionsbehandlung am Knochen. Die Besonderheiten ergeben sich einerseits aus der Durchblutungs- und Abwehrsituation des Knochens, andererseits aus dem Vorhandensein eines häufig großen Fremdkörpers, dessen Entfernung oft schwere Funktionsverluste für die betroffene Extremität bedeutet. Das Buch behandelt Infektionen nach Knochenbrüchen und bei der Endoprothetik. Neben den morphologischen Grundlagen der posttraumatischen Knocheninfektionen werden neue diagnostische Verfahren zur Früherkennung von Knocheninfekten vorgestellt. Bei der Behandlung von Infektionen nach unterschiedlichen Osteosyntheseverfahren wird das Verfahren und insbesondere die Rolle des Fixateur externe ausführlich diskutiert. Weitere Therapieverfahren wie Spülung und Drainagen, adjuvante systematische und lokale Antibiotikatherapie werden abgehandelt. Breiten Raum nimmt die Behandlung der infizierten Alloarthroplastik am Hüft- und Kniegelenk ein.

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Psychiatrische Pharmakotherapie

Der Benkert/Hippius ist in den zwanzig Jahren seines Bestehens - die erste Auflage erschien im Jahre 1974 - längst zum Standardnachschlagewerk der Pharmakotherapie in der Psychiatrie geworden. Die vorliegende sechste Auflage wurde korrigiert und überarbeitet, es wurden zahlreiche neue Präparate aufgenommen sowie deren pharmakologische Eigenschaften und klinische Besonderheiten dargestellt, einschließlich der Hinweise auf unerwünschte und Wechselwirkungen, Unverträglichkeiten, Dosierung und Applikationsformen.

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Wittek et al. Als systembedingtes Problem der Fixateur-externe-Osteosynthese ist anzusehen, daB die Knochenschrauben oder -nagel grundsatzlich eine Verbindung zwischen unsteriler AuBenwelt und sterilem Knochen herstellen. Dariiber hinaus behindern bei verschiedenen Montageverfahren die Fixationselemente die reibungslose Verschiebung von Sehnen und Muskeln und fiihren unter friihfunktioneller Ubungsbehandlung zum Reiz. Diese systembedingten Probleme 16sen haufiger Schraubenkanalinfektionen oder "pin-infections" aus.

Schon 6-8 h nach dem Infekt kommt es zu einem CRP-Anstieg. Dieser erreicht nach Operationen zwischen der 24. und 48. Stunde ein Maximum mit dem 10fachen des Ausgangswertes [3, 4]. Stellt man den zeitlichen Verlauf der Blutsenkungsgeschwindigkeit und des C-reaktiven Proteins bei normaler Wundheilung und bei einer Wundinfektion gegenuber, so liegt bei der Primarheilung der Maximalwert des C-reaktiven Proteins bei 48 h, und das Blutsenkungsgeschwindigkeitsmaximum tritt erst 4 Tage spater auf. In der spaten Wundheilungsphase betragt die Zeitverschiebung ca.

4. Zur perkutanen Fixation kleiner Fragmente bei Frakturen groBer Gelenke (wie z. B. Absprengung von Kopffragmenten des Hiift- oder Schultergelenkes). Fiir die Indikation wesentlich sind der schonende Eingriff und die geringe Infektgefahr sowie die Tatsache, daB ein bohrdrahtinduzierter Infekt in der Regel rasch und folgenlos zur Ausheilung kommt. Die Lokalisationsverteilung der Bohrdrahtosteosynthesen auf die verschiedenen Regionen der oberen wie unteren GliedmaBe und Anzahl der Infekte sind aus Tabelien 1 und 2 zu ersehen.

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