By Wolfgang Hohlbein

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Neben ihm hatte auch Abu Dun seine Waffe gehoben und griff in den Kampf ein. Und Andrej sah aus den Augenwinkeln, wie auch Lasse und Arnulf wie die Berserker unter den Dauga wüteten. Es ging viel zu schnell und es war viel zu leicht. Andrej wurde zwei oder drei Mal getroffen, nichts davon war schlimm genug, ihn zu gefährden oder auch nur ernsthaft zu behindern. Und auch Abu Dun brüllte noch einmal wütend auf, als stumpfer Stahl in sein Fleisch biss, aber ihre Gegner hatten trotzdem keine Chance.

Verinnia hatte Recht, er konnte kein Kind töten, nicht einmal ein Kind wie sie. Aber sie würde nicht immer ein Kind bleiben, auch Unsterbliche alterten. Langsam zwar, aber sie alterten, und sein Gedächtnis war sehr gut. Später, dachte er noch einmal, wir werden uns wiedersehen, Verinnia. Und dann würde sie begreifen, dass dasselbe Blut zu haben nicht immer bedeuten musste, von derselben Art zu sein. Später! Sein Blick tastete müde über das Deck, das voller Toter war. «, fragte er mit leiser, kraftloser Stimme.

Möglich, dass Abu 64 Duns Worte logisch waren, doch er hatte mit jedem Moment mehr das Gefühl, in einem Winkel der Wirklichkeit gestrandet zu sein, in dem Logik keinerlei Bedeutung mehr hatte. Rasch ließ er sich neben den Toten auf ein Knie herabsinken und begutachtete sie aufmerksam, wenn auch mit einer gewissen Scheu, konnte jedoch nichts Beunruhigenderes feststellen als das, was er erwartet hatte. Die Männer waren tot. Ihre Leiber waren vom Wasser aufgedunsen, und die einsetzende Fäulnis vermochte nicht die schrecklichen Wunden zu verbergen, die Tage zuvor zu ihrem Tod geführt hatten – und die von seiner und Abu Duns Hand stammten.

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