By Caroline Lanz

Rigidity macht immer mehr Menschen krank. Es gibt Schatzungen, wonach Burnout in der Schweiz jahrlich Kosten von rund four. 2 Milliarden Franken oder 1. 2 Prozent des Bruttoinlandprodukts verursacht (Ramaciotti & Perriaud, 2003). Dabei geht vergessen, dass viele Menschen diesen tension sehr lange aushalten konnen, wenn sie uber Ressourcen verfugen, wie zum Beispiel Geld, Macht, erlebte soziale Unterstutzung, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit oder ein gutes soziales Umfeld (Kernen, 2005; Lazarus & Launier, 1981; Perrez & Reicherts, 1992; S- mer, McGrath & Beehr, 2003). Neben diesen individuellen Ressourcen oder verh- tensbezogenen Schutzfaktoren scheint es zudem arbeitsplatzbezogene Bedingungen zu geben, die sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit und damit auch auf die - sundheit auswirken (Hackmann & Oldham, 1976; Peter & Siegrist, 1999; Udris & Grote, 1993; Ulich, 2005). Umgekehrt gibt es naturlich auch individuelle Risi- faktoren und Pradispositionen, die bewirken, dass Arbeitsbelastung eher zu Stre- reaktionen fuhrt (Semmer et al., 2003). Die vorliegende Arbeit untersucht individuelle und arbeitsplatzbezogene Schu- faktoren im Zusammenhang mit Arbeitsstressoren, die sich stressmindernd und - mit positiv auf die psychische und physische Gesundheit auswirken. Die Hauptfrage lautet: Wie schutzen sich Personen mit grossen Arbeitsanforderungen vor Burnout? Oder anders gefragt: Welche Ressourcen wirken sich am ehesten stressmindernd aus bzw. werden am ehesten von den befragten Personen angewendet? In der Literatur werden folgende Faktoren mit niedrigen Burnoutwerten in Verbindung gebracht: activity, soziale Unterstutzung, Wertschatzung und Anerkennung von Vorgesetzen und Arbeitskollegen, finanzielle scenario, Karrieremoglichkeiten und ein niedriges Overcomittment bzw."

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Ernahrungsalltag im Wandel: Chancen fur Nachhaltigkeit

Was once und wie Menschen essen, wirkt sich weitreichend aus. "Nachhaltige" Ernährung will unsere Essgewohnheiten an Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsverträglichkeit und kultureller Akzeptanz ausrichten. Die Autor/innen erforschten in einer qualitativen soziologischen Studie Ernährungspraktiken in Österreich.

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Dabei wird bei jeder Anforderung in drei Phasen reagiert: 1. Alarmreaktion, 2. Stadium des Widerstandes und der Mobilisierung von Energiereserven sowie 3. Stadium der Erschöpfung. Die Reaktionen auf die Stressanforderungen können in der Folge bei den verschiedenen Personen unterschiedliche krankhafte Veränderungen hervorrufen. , 1991, S. 8) hält. Dabei sei keine Krankheit nur auf Stress zurückzuführen, Stress könne aber der entscheidende Faktor sein. 2 Transaktionales Stressmodell nach Lazarus und Launier (1981) Wie der Name schon sagt, liegt dem Modell eine Transaktion zwischen Person und Situation zugrunde.

Zu den Belastungen der Arbeitsaufgabe gehören das Aufnehmen und Verarbeiten von Informationen, Zeitdruck, Monotonie und Verantwortung. Unter Belastungen der Arbeitsumgebung werden Faktoren wie zum Beispiel Temperatur- und Lärmeinflüsse verstanden. Belastungsdauer und -höhe sind entscheidend in der Wirkung auf den Menschen. Büssing (1999, S. 201) beschreibt, dass in diesem Konzept nach 40 II Theoretischer Hintergrund den „objektiven Belastungen die subjektiven Beanspruchungen folgen“ in Abhängigkeit von einerseits individuellen Unterschieden zwischen Personen (interindividuelle Unterschiede z.

Im idealen Fall kann einerseits durch Coping die Belastung bewältigt, andererseits bei einem kontraproduktiven Coping die Belastung erhöht werden, indem 1. ungünstige Umweltreaktionen provoziert und 2. die Ressourcen des Individuums abgebaut werden sowie 3. der Zugriff auf noch vorhanden Ressourcen erschwert wird. Dauert eine solche negative Situation an, kann es in der Folge zu einer gesundheitlichen Dysbalance kommen, die sich zum Beispiel in einem Burnout (vgl. Kp. 4) manifestiert. Durch den Nutzen von internen und externen Ressourcen wird die gesundheitsbeeinträchtigende Wirkung der Stressoren gemildert.

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