By Gudrun Quenzel, Klaus Hurrelmann

Obwohl Bildungsbenachteiligung seit langem ein Thema der Ungleichheitsforschung ist, sind die individuellen und strukturellen Ursachen der neuen Bildungsarmut nur wenig erforscht. Das Buch schließt diese Lücke.

Während sich der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt verschärft, geraten diejenigen ins Hintertreffen, die den wachsenden Qualifikationsanforderungen nicht nachkommen. Diese sind von dauerhafter Exklusion aus dem Arbeitsmarkt bedroht - mit Konsequenzen für die soziale Integration, die Lebenszufriedenheit, die Gesundheit und die politischen Einstellungen.

Dieses Buch versammelt die aktuelle Forschung über die Ursachen und die Folgen der neuen Ungleichheiten in der Bildungsgesellschaft. Es beantwortet die Frage, wer heute zu den „Bildungsverlieren“ gehört, welche individuellen und gesellschaftlichen Ursachen Bildungsarmut hat, was once es für ein Individuen bedeutet, zu den „Bildungsverlierern“ zu gehören, was once es eine Gesellschaft kostet, einen Teil ihrer Jugend quasi „abzuhängen“, und sucht nach effizienten politischen und pädagogischen Interventionsansätzen.

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Inzwischen scheint es soziale Gruppen zu geben, die weder nach Klassen- oder Schicht- noch nach Milieumerkmalen in das soziale Gefüge einzuordnen sind, sondern stattdessen einen Platz als Aussortierte und/oder ÜberÀüssige einnehmen (Bude/Willisch 2006). Exklusion deutet auf Gruppen von Menschen hin, die nicht (mehr) an der Gemeinschaft teilhaben können oder dies nicht (mehr) wollen, die durch eine Trennlinie vom Rest der Gesellschaft abgesondert sind. Damit wird auch das Konzept von Armut auf eine besondere Probe gestellt.

So kommt es zu dem paradoxen Effekt, dass die Bildungsexpansion zunächst Kinder aus niedrigen Schichten „einschließt“ und ihnen Zugang zu höherer Bildung ermöglicht, gleichzeitig jedoch, wie dies Bourdieu (1987) beschrieben hat, mit einer InÀation von Bildungstiteln einhergeht, die den Wert der erreichten Bildungstitel schmälert. ; vgl. auch: Vester 2005). Absolventen einer beruÀichen Ausbildung, die im Berufsbildungssystem mit den gestiegenen Quali¿kationsanforderungen aus der Arbeitswelt konfrontiert sind und diese erfolgreich erfüllen, somit in einem gewissen Sinne an Bildung „gewinnen“, pro¿tieren daher nicht unbedingt von der allgemeinen Höherquali¿kation.

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