By Oliver Bohr

Kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte werden nach wie vor nur in geringem Umfang in der Bilanz erfasst. Dies trifft insbesondere auf die Abschlüsse von Mobilfunkunternehmen zu, die im Rahmen eines wettbewerbsintensiven Umfeldes vielseitige Instrumente (z.B. Abgabe eines vergünstigten Mobiltelefons) zum Auf- und Ausbau der Kundenbasis einsetzen.

Oliver Bohr untersucht am Beispiel von Kundenakquisitions- und -bindungskosten, ob es sich hierbei – nach den geltenden internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) – um eine Investition in die Kundenbasis und infolgedessen um einen bilanzierungsfähigen immateriellen Vermögenswert „Kundenbeziehung“ handelt. Nach einem kritischen Vergleich mit US-amerikanischen und australischen Rechnungslegungsvorschriften nimmt er eine empirische Bestandsaufnahme anhand von Fallstudien einzelner Mobilfunkunternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, den united states und Australien vor. Er kommt zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Kosten für die Kundenakquisition und -bindung gemäß IAS 38 als immaterielle Vermögenswerte aktiviert werden müssen. Abschließend entwickelt er eine Sollkonzeption mit konkreten Änderungsvorschlägen zur stringenten und einheitlichen IFRS-Bilanzierung der durch Kundenakquisitionskosten initiierten Kundenbeziehungen.

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Urogenitale Carcinome

Auch der vierte und letzte Band der Reihe "Onkologie heute" beschäftigt sich mit einer der häufigsten Krebsformen unserer Gesellschaft: den urogenitalen Carcinomen. Nach einer einleitenden Darstellung der Epidemiologie werden Diagnostik und Therapie folgender Carcinome einzeln abgehandelt: Prostatacarcinome und Hodentumore, Ovarial-, Cervix- und Corpuscarcinome, sowie Carcinome des Übergangsepithels und Nierenzellcarcinome.

Molukken-Reise 1607–1612: Neu Herausgegeben nach der zu Franckfurt am Main im Verlag Joh. Th. de Bry im Jahre 1612 Erschienenen Original-Ausgabe

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Die immateriellen Güter lassen sich dagegen in drei Gruppen differenzieren: die materialisierten immateriellen Güter, die rein immateriellen Güter und die Nominal-Güter. Erstere sind mit einem materiellen Trägermedium verbunden (z. B. auf einer CD gespeicherte Software), wodurch die ursprünglich rein immateriellen Güter im wirtschaftlichen Handel schneller bzw. besser übertragbar sind. Trotz der ihnen anhaftenden Materie behalten diese Güter ihren immateriellen Charakter. Die zweite Gruppe beinhaltet die klassischen immateriellen Güter, die keine materiellen Bestandteile aufweisen und somit substanzlos sind (z.

Vgl. Daum (2002), S. 54, 247; Dawo (2003), S. 17-19; Lev (2001), S. 22. Begriffliche und ökonomische Grundlagen 25 Abbildung 2-1: Klassifizierung von Gütern mithilfe des Merkmals „physische Substanz“98 Bei den materiellen Gütern wird zwischen zwei Gruppen unterschieden: die „rein materiellen Güter“ und die „Verbund-Güter“. Erstere setzen sich allein aus der puren Materie (z. B. Rohstoffe) zusammen, wohingegen sich Letztere sowohl aus materiellen als auch aus immateriellen Produktionsfaktoren anfertigen lassen.

1-2; Kählert/Lange (1993), S. 614; Stüdemann (1985), S. 346-347. Als Beispiel seien hier ein Reisebus und eine Zeiterfassungssoftware genannt: Ein Bus kann entweder die eine oder die andere Strecke zurücklegen, während die computergestützte Software von allen Mitarbeitern gleichzeitig genutzt werden kann. Vgl. zu Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten als Ausgangspunkt für die Schaffung und Verwertung von Innovationen und somit von immateriellen Werten ausführlich Dawo (2003), S. 11-17. Als Beispiel seien hier Herstellung eines Quellcodes für eine Software oder eine Rezeptur für ein Medikament genannt; vgl.

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